Dienstag, 13. Oktober 2009

Basketball, London und Prospects-Konferenz


Hey ya!
Heute weiß ich gar nicht wo ich anfangen soll, weil in der letzten Zeit so viel hier passiert ist!
Ich bin zum ersten Mal zum Basketballtraining gegangen hier in GB und ich habe bereits bei drei Spielen mitgespielt und ich finde auch das ich meine Sache ganz gut gemacht habe, obwohl wir immer verloren haben!
Ich spiele hier in zwei verschiedenen Teams!
Einmal in einer gemischten Mannschaft den Blackhawks Mallards in 3. Division South (für diejenigen die damit was anfangen können). Das Niveau ist ungefähr so wie das in der 2. Mannschaft bei mir zu Hause. Ich durfte aber ziemlich viel spielen, was ich echt cool fand und ich habe auch einen Korb gemacht. Es ist zwar bei dem einen geblieben, aber ich finde für den ersten Spieltag mit einer fremden Mannschaft ist das okay für meine Verhältnisse!
Vicky die Trainerin dieser Mannschaft kenne ich noch von dem internationalen Women's Basketballcamp bei dem ich im letzten Jahr war und so konnte ich einiges schon planen bevor ich nach GB gegangen bin, weil ich den Kontakt zu ihr schon vorher herstellen konnte und so konnte mein Spielerpass usw. schon erstellt werden bevor ich in GB ankam, denn sonst hätte ich erstmal nicht spielen können!
Die andere Mannschaft in der ich spiele ist eine reine Frauenmannschaft, die auch in einer reinen Frauenliga spielt und auch hier kannte ich schon einige Spielerinnen (unter anderem Vicky) und meine Trainerin von dem Basketballcamp. Die Damenmannschaft hat nur 3 Spieltage mit jeweils zwei Spielen und trainiert auch nur unregelmäßig und die gemischte Mannschaft hat 13 Spüieltage mit jeweils einem Spiel und hat jede Woche Training. Allerdings sonntags, was manchmal doof istz, weil wir auch sonntags oft Spiele haben und dann fällt das Training aus!
Aber wäre es unter der Woche könnte ich warscheinlich nicht hinfahren, weil ich eine halbe Std. mit dem Zug nach Farnborough fahre wo das Training stattfindet und das nach der Arbeit ziemlich doof wäre.
Mit der Frauenmannschaft hatte ich zwei Spiele, aber wir haben leider beide verloren und auch hier hab ich einen Korb gemacht.
England hat ein sehr gutes System für den Verkauf von Fahrkarten.
Wenn man hier nämlich die Tickets für Hin- und Rückfahrt gemeinsam kauft, bezahlt man nur den Preis von einem. Genauso gibt es keine Zugbindung bei Tickets. Am Wochenende kann man mit seinem Ticket jeden Zug nehmen, wenn man nur in der zweiten Klasse sitzt, denn First Class ist natürlich teurer. Unter der Woche kann man fast jeden Zug nehmen, wenn man außerhalb der Rushhour fährt. Aber das würde ich auch niemandem empfehlen dann zu fahren, weil die Züge total voll sind und es teurer ist!Aber am Wochenende gibt es eben keine Rushhour!
Das ist ein echter Vorteil, denn wenn man das Return-Ticket mit kauft und man doch ne Möglichkeit findet um mit dem Auto zurück zu fahren oder so, braucht man sich nicht zu ärgern, das man Geld für das Returnticket ausgegeben hat!
Und man kann auch spontaner sein, weil es eben keine verschiedenen Züge gibt!
Das einzig doofe am Zug fahren ist nur, das sie in GB keine Wagenstandsanzeiger kennen.
D.h. wenn ich mit dem Rolli unterwegs bin und keinen Mobilitätsservice gebuicht habe, um mir selbst mehr Spontanität einzuräumen, weiß ich nie genau wo ich hin muss um zu dem Waggon mit dem "Wheelchairspace" (Rollstuhlplatz) zu kommen.Und die Engländer finden es anscheinend auch langweilig, den Wheelchairspace immer im gleichen Waggon einzubauen, denn man muss das Leben der Rollstuhlfahrer ja aufregend gestalten und so muss ich immer Abteil um Abteil abfahren und schauen ob ein Rollstuhlzeichen angebracht ist!
Ja diese Erfahrungen hab ich inzwischen gemacht, denn ich war bereits zweimal in London mit dem Zug!
Das erste Mal hab ich einige Freiwillige besucht! Christina, eine andere deutsche Freiwillige wohnt nämlich ganz nah an Paddington Station und das ist der Bahnhof an dem ich ankomme, wenn ich nach London reinfahre!
Deshalb ist das sehr praktisch sie zu besuchen, wobei ich sie natürlich auch besuchen würde, wenn sie woanders wohnen würde!
Ich habe mich dann bei meinem ersten Besuch in London zusammen mit Christina mit anderen deutschen und schwedischen Freiwilligen getroffen und wir haben alle zusammen Harrods unsicher gemacht und ich hab mir ein dickes gebundenes Kinderbuich gekauft von Paddington der Bär!Und das ist ganz toll!
Das andere Mal war ich mit einigen der Klienten bei einer Konferenz in London!
Diese Konferenz wurde extra für Menschen mit Lernbehinderungen von der Organisation (namens Prospects) gemacht wo das Day Opp's zu gehört. Die Konferenz war sehr schön und sehr lebendig und es war echt ganz schön die Klienten mal von einer anderen Seite und in einer anderen Situation zu sehen!
Nach der Konferenz bin ich dann wiederum noch etwas bei Christina geblieben und wir haben uns die Gegend bei ihr angeschauen!
Christina wohnt in Little Venice (sprich Klein Venedig) und es ist wirklich schön bei ihr mit ganz vielen Kanälen rund um ihre Wohnanlage und hübschen Brücken!
Im Day Opp's hab ich inzwischen auch meine ersten eigenen Sessions gehabt!
Meine allererste Session ist aus einem personellen Engpass heraus entstanden, denn ich musstze eine Session von jemand anderem der krank war übernehmen!Das war ausgerechnet kochen, was ich ja so hervorragend kann!
Aber auch das hab ich hinbekommen, auch wenn die Töpfe hinterher einen ziemlich schwarzen Rand hatten!
Und dann habe ich noch einen Klienten in die Verwaltung von Prospects begleitet und ihm beim Schreddern geholfen und sowas!
Außerdem hab ich mehrere Fortbildungen absolviert, wo man immer am Ende einen Test machen muss und wenn man den Test dann besteht, bekommt man ein Zertifikat und so hab ich schon mehrere Zertifikate! Weil die Tests immer ganz einfach sind!
Jetzt ist es schon spät und ich möchte mal früher ins Bett!
Liebe Grüße an euch alle eure Felicitas, Felici,Feli,Flizzi, Hilde oder mein neuester Spitzname ist Flic!