So ihr Lieben!
Und schon ist meine zweite hier in Reading Woche fast rum!
Eigentlich hab ich den Großteil dieser Woche gar nicht in Reading vernbracht, denn ich war von Di. bis Fr. auf einem Seminar von EVS (European Voluntary Service) in Leeds!
In Leeds hab ich viele andere Freiwillige aus aller Welt getroffen (naja die ganze Welt war nicht da, aber es waren Jugendliche aus Deutschland,Frankreich,Schweden,Spanien,Polen,Ungarn und Uruguay da) und wir hatten wirklich viel Spaß dort!Ich kann jetzt auch "Guten Appetit" auf schwedisch sagen! Wir waren jeden Abend essen!Einmal beim Asiaten, einmal beim Spanier und einmal beim Inder! Wir haben dort viel über Klischee geredet die die Deutschen gegenüber den Engländern haben und umgekehrt und wir haben darüber geredet wie man sich in England verhalten soll, was man besser nicht tun sollte (ich meine z.B. in der Gestik), wie man billig an Zugtickets kommt usw. und am Freitag haben wir noch englische Spezialitäten probiert!
Ich sage euch Engländer können ja eh nicht kochen, es sei denn man würzt kräftig nach, dann geht's. Außerdem können sich Menschen glücklich schätzen die keine Zähne haben, denn die Engländer ziehen es vor, alles gaaanz weich zu kochen. Und überall zu gibt es Kartoffeln. Heute z.B. gab es Pizza und dazu überbackene Kartoffeln! Wie dem auch sei die englischen Spezialitäten sind zum Teil wirklich eklig! Und ganz oben auf der Liste der Ekligkeiten steht meiner Meinung nach "Marmite". Frag mich nicht was es genau ist, es sieht aus wie Sirup, ist aber wirklich eklig!Und gleich danach kommt Ginger Beer! Das ist ein Getränk ( wohl gemerkt ohne Alkohol) mit Ingwer!So ähnlich wie Limonade! Aber es soll Engländer geben die das mögen (Z.B. meine Gastmutter). Also die Konferenz war wirklich cool und ich habe viele nette Leute kennengelernt!
Übernächste Woche (28.9.-1.10.) bin ich schon wieder auf einer Konferenz und zwar von meiner Aufnahmeorganisation "Time for God" (kurz: TFG). Diese Konferenz wird in London sein und ich werde dort einige der Freiwilligen die mit mir jetzt in Leeds waren auch wiedertreffen!
Kurz zur Erklärung: Also TFG ist wie gesagt meine englische Aufnahmeorganisation! EVS ist das Programm was meinen Freiwilligendienst fördert, also sozusagen der Geldgeber für den Großteil der aufkommenden Kosten. Und dann gibt es noch meine Entsendeorganisation das sind die "Evangelischen Freiwilligendienste für junge Menschen FSJ und DJiA gGmbH" bei dieser Organisation habe ich mich beworben und sie haben mich mit ausgewählt für den Freiwilligendienst (Ich glaube für Großbritannien gab es über 100 Bewerbungen und letztlich wurden 29 Plätze vergeben) über diese Organisation hatte ich auch ein Auswahl- und ein Vorbereitungsseminar und es wird auch ein Rückkehrseminar geben! Genau wie vom EVS auch, denn die meisten Organisationen haben keine eigenen Seminare und dann haben deren Freiwillige nur die Seminare vom EVS, wohingegen TFG-Freiwillige (wenn sie denn vom EVS gefördert sind, denn das sind nicht alle) zwei Vorbereitungsseminare haben (jeweils EVS und DJiA), vier Seminare im Gastland (EVS und in meinem Fall TFG) und dann wieder zwei Rückkehrseminare (EVS und DJiA). Außerdem habe ich einen Supervisor von TFG, an den ich mich bei Problemen wenden kann, einen Supervisor bei der Arbeit und ich habe einen sogenannten TFG Friend. Der TFG Friend ist jemand, der die Menschen bei meiner Arbeit nicht kennt und der auch meine Gastfamilie nicht kennt und zu dem ich gehen kann, wenn ich Heimweh habe oder es mir anderweitig schlecht geht!
Bei mir sind die TFG Friends ein älteres Ehepaar die sehr nett und lieb sind!
Ich war letzte Woche mit Esther bei ihnen, denn sie waren auch Esthers TFG Friends als sie ihr DJiA gemacht hat!
Ihr seht es wird sich von allen Seiten um einen gekümmert und wenn man als Freiwilliger bei TFG ist, hat man das "Rund-um-sorglos-Paket" gewählt, weil wirklich viele Menschen um einen rum sind, die einem sehr zugewandt sind! Auch wenn atürlich die Sehnsucht nach Hause und nach liebgewonnenen Menschen trotzdem aufkommt. Aber ich bin jetzt z.B. nach Leeds auch nicht alleine gefahren sondern mit Andras einem Ungaren der auch in Reading seinen Frewilligendienst macht und er hat mir mit meinem Rolli und dem Gepäck geholfen beim Umsteigen. Zusätzlich war noch der englische Mobilitätsservice der Bahn bestellt um mir zu helfen und es hat alles super geklappt! Obwohl die nicht solche Hubrampen haben wie an deutschen Bahnhöfen, sondern einfach solche Rampen zum ausklappen, die man in die Zugtür legt.Also nicht so komfortabel, aber weniger auffallend! Ich hab mir erspart dem Service zu erklären, das ich auch laufen kann und den Rollstuhl nur für lange Strecken brauche, das versteht schon in Deutschland kaum einer! Naja auf der Rückfahrt hat Andras dann seinen Rucksack mit Pass und Visa und Schlüsselbund usw. im Zug vergessen, was natürlich viel Aufregung gebracht hat, aber er hat ihn zum Glück wieder bekommen.
Ich hoffe ihr habt meine Erklärungen bezüglich der Organisationen zumindest etwas verstanden, es ist ziemlich kompliziert und ich steige manchmal selbst nicht durch. Heute war ich wieder mal in der Stadt, bei der Post um zu fragen, welche Briefmarken man auf Briefe nach Deutschland kleben muss und dann hab ich gleich Briefmarken gekauft und dann war ich noch bei der Bücherei und wollte mir eine Büchereikarte holen, aber das ging nicht, weil die von mir einen offiziellen Brief mit meiner Adresse drauf haben wollen!
Also musste ich das Ganze leider auf nächste Woche verschieben! Morgen werde ich mal wieder eine neue Kirche ausprobieren und dann werde ich mit meiner Gastfamilie dinnieren, denn die haben nochmal ein großes Dinner weil ihr Sohn Marc wieder nach Australien fliegt, wohin er vor drei Jahren ausgewandert ist.
Also ihr Lieben!
Ich werde jetzt nochmal ein paar Fotos in die Beiträge einfügen!
Das ganz oben bin ich im Rolli (hättet ihr jetzt nicht gedacht oder) ganz links ist Lea eine andere deutsche Freiwillige und eine Französin und zwei Schweden!
Alles, alles Liebe euch!
Bis bald eure Felicitas
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